Jeder Mensch hat eine Geschichte auch bezüglich seiner Beschwerden. Osteopathen suchen, von der Individualität eines jeden Patienten ausgehend, nach den vielfältigen Ursachen und behanden diese. Deshalb können Osteopathen bei akuten und chronischen Leiden oft erfolgreich arbeiten.
Still stellte fest, dass er durch die Behandlung von Osteon (griech. Knochen) einen positiven Einfluss auf den Pathos (griech. Leiden) ausüben konnte. Daher nannte er sein neues Konzept Osteopathie.
Seine 3 Gesetzmäßigkeiten gelten auch heute noch:
1. Der Mensch als untrennbare Einheit
Alle Strukturen hängen direkt oder indirekt miteinander
zusammen. Die Faszien verbinden auch solche Strukturen, die funktionell nichts miteinander zu tun haben.
2. Struktur & Funktion
Unser Körper besteht aus unzähligen Strukturen wie Knochen, Muskeln, Sehnen und Organen.
Ändert sich die Funktion, dann ändert sich auch die Struktur. So wächst ein Knochen, wenn er ständig unter
Druck- und Zugbelastung steht oder wird schwach und verkümmert wenn er nicht gebraucht wird.
3. Selbstheilungskraft des Körpers
Gesundheit ist kein Ziel, dass wir erreichen, sondern eine Art Gleichgewicht, das unser Körper halten will. Solange unser Körper dieses Gleichgewicht
halten kann, sprechen wir von Gesundheit. Geht dieses Gleichgewicht verloren, dann erkranken wir.
Die Fähigkeit unseres Körpers, Gesundheit zu halten oder bei Erkrankung wiederzuerlangen, verdanken wir seinen Selbstheilungskräften. Diese zeigen sich auf vielfältige Weise, etwa wenn gerinnendes Blut eine Wunde verschließt, wenn Bakterien bei Entzündungen abgewehrt werden oder wenn ein Knochen nach einem Bruch wieder zusammenwächst. |